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Robo-Advisor und Sicherheit: Sorgen sind unbegründet!

​Auf einen Blick


  • Du kannst darauf vertrauen, dass sowohl deine Daten als auch dein Geld in den Händen von Online-Vermögensverwaltern sicher sind.
  • Alle Wertpapiere werden als Sondervermögen von der jeweiligen Partnerbank getrennt vom Bankvermögen in einem Depot verwahrt.
  • Einen hohen Datenschutz können Robo-Advisor ebenfalls gewährleisten, da sie modernste Verschlüsselungstechnologien nutzen.
Michael Beutel

Autor: Michael Beutel

Aktualisiert am: 01.07.2019

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Was bedeutet eigentlich Sicherheit bei der Geldanlage?

Bevor ich konkret darauf eingehe, wie sicher dein Geld bei einem Robo-Advisor ist und auf welche Weise deine Daten geschützt werden, möchte ich zunächst gerne grundsätzlich erklären, was Sicherheit bei einer Geldanlage eigentlich bedeutet

Prinzipiell gibt es mehrere Risiken, die mit einer Geldanlage verbunden sein können, nämlich:



Wenn von einer sicheren Geldanlage gesprochen wird, dann ist damit vor allem gemeint, dass möglichst wenige oder im besten Fall keines dieser zuvor genannten Risiken vorhanden sind. 

Die Sicherheit einer Geldanlage sagt also etwas darüber aus, wie wahrscheinlich es ist, dass du mit deinem Kapital keine Verluste erleidest.

Grundsätzlich ist die Sicherheit bei der Geldanlage vor allem vom jeweiligen Finanzprodukt, aber auch vom Emittenten (d. h. dem Herausgeber des jeweiligen Wertpapiers) abhängig. 

Das Emittentenrisiko besteht bei den weitaus meisten Geldanlagen, ist jedoch unter Umständen zumindest teilweise durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. 

Auch auf diesen Punkt werde ich im weiteren Verlauf des Beitrags und im Hinblick auf die Robo-Advisor näher eingehen.

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Schutz und Sicherheit des Kapitals: Wer hat Zugriff auf dein Geld?

Da es sich bei den Robo-Advisor um Dienstleister in Form einer Online-Vermögensverwaltung handelt, stellt sich die durchaus berechtigte Frage, wer eigentlich Zugriff auf dein investiertes Kapital hat. 

Um diese Frage zu beantworten, möchte ich gerne in dem Zusammenhang auf einige Komponenten eingehen, insbesondere:


  • Partnerbank nebst Zahlungsflüssen
  • Zugriff auf dein Geld
  • Referenzkontensystem
  • Einlagensicherung


Ein wichtiger Aspekt, der definitiv zur Seriosität und Sicherheit der Robo-Advisor beiträgt, besteht darin, dass die digitalen Vermögensverwalter mit Partnerbanken zusammenarbeiten. 

Bei diesen Partnerbanken, die der Kontrolle durch die BaFin unterlegen, werden sämtliche Kundengelder als Sondervermögen hinterlegt.


Dies geschieht auf deinen Namen, sodass das von dir zur Verfügung gestellte Kapital stets zugeordnet werden kann und ausschließlich du einen Zugriff hast.

Per Gesetz ist es sogar vorgeschrieben, dass dein Geld von einer deutschen lizenzierten Bank verwahrt werden muss.


An dieser Stelle möchten ich also noch einmal explizit festhalten:


Der jeweilige Robo-Advisor hat niemals selbst direkten Zugriff auf dein investiertes Kapital, sondern der Zugriff ist einzig und allein dir möglich.

Die folgende Übersicht zeigt dir, mit welchen Partnerbanken die einzelnen Robo-Advisor zusammenarbeiten:



Falls Zahlungsflüsse stattfinden, so geschieht dies stets mit einer Beteiligung deines normalen Girokontos.


Du kannst demzufolge nachvollziehen, was mit deinem Kapital geschieht und wohin es transferiert wird.

Du musst somit keine Angst davor haben, dass undurchsichtige Zahlungsflüsse vorhanden sind und eventuell dazu führen, dass Geldtransfers nicht nachvollziehbar sind.


Dazu trägt auch das sogenannte Referenzkontensystem bei, denn nach diesem Prinzip arbeiten sämtliche Robo-Advisor.

Zusätzliche Sicherheit durch Referenzkontenprinzip

Das Referenzkontenprinzip besagt, dass sämtliche Auszahlungen deines Geldes über ein sogenanntes Referenzkonto erfolgen, welches du selbst im Vorfeld festgelegt hast. 

In der Regel wird es sich dabei um dein gewöhnliches Girokonto handeln.

Durch das Referenzkontenprinzip ist gewährleistet, dass dein Geld niemals auf ein fremdes Konto übertragen werden kann, denn Auszahlungen bzw. Gutschriften sind ausschließlich auf das angegebene Referenzkonto möglich. 

Aus diesem Grund funktionieren auch keine kriminellen Tricks, bei denen versucht wird, durch Abfangen von PIN und/oder TAN Beträge auf fremde Konten umzuleiten.

Einlagenschutz: Was passiert bei Insolvenz der Partnerbank oder Fondsgesellschaft?

Die Robo-Advisor investieren dein Geld in den weitaus meisten Fällen in Fonds. Dabei handelt es sich entweder um aktiv gemanagte Fonds oder um Exchange Traded Funds (ETFs). 

Das Investment in Fonds ist deshalb für dich ein Vorteil im Bereich Sicherheit, da die Fondsanteile stets als Sondervermögen verwahrt werden.


Sollte die jeweilige Fondsgesellschaft also insolvent werden, bekommst du dein Geld bzw. den aktuellen Gegenwert der Fondsanteile trotzdem problemlos zurück, da die Bestände nicht in die Insolvenzmasse fließen.

Während die Fondsbestände also keinem Emittentenrisiko unterliegen, musst du ansonsten zwischen deinem Guthaben auf dem Verrechnungskonto und der Anlage in anderen Wertpapieren, beispielsweise Aktien, unterscheiden. 

Vom Grundsatz her gilt: Wird die Partnerbank insolvent, greift für das Guthaben auf deinem Verrechnungskonto die gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von bis zu 100.000 Euro.

Darüber hinaus haben sich viele deutsche Banken zusätzlich über einen freiwilligen Einlagensicherungsfonds abgesichert, sodass du meistens auch bei Guthaben oberhalb von 100.000 Euro eine volle Entschädigung erhältst. 

Aber auch das überwiegend in Wertpapiere, also vor allem in Anleihen und Aktien investierte Kapital unterliegt einem besonderen Schutz.


Die Wertpapiere werden als Sondervermögen verwahrt und sind daher strikt vom restlichen Vermögen der Bank zu trennen.


Daher gibt es auch in diesem Fall einen Insolvenzschutz.

Aber Achtung: Der Schutz bezieht sich selbstverständlich nicht auf eventuelle Kursverluste, die bei den Fonds, Anleihen oder Aktien entstehen.


Sollte der Robo-Advisor dein Geld oder zumindest einen Teil des Kapitals also beispielsweise in Aktien oder Fonds investiert haben, die im Kurs sinken, kannst du Verluste erleiden.

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Der Robo-Advisor ist insolvent – was passiert nun?

Wenn also die Partnerbank eines Robo-Advisor insolvent wird, sind alle Guthaben und Wertpapierbestände aufgrund des Sondervermögens geschützt und du erleidest aus diesem Grund keine Verluste. 

Was aber passiert, wenn der Robo-Advisor selbst zahlungsunfähig wird?

Auch in diesem Fall musst du dir keine Sorgen machen, denn eine Insolvenz des Vermögensverwalters lässt dein Depot unberührt.


Der Grund besteht darin, dass sich dein im Depot liegendes (Wertpapier-)Vermögen geschützt bei der jeweiligen Partnerbank befindet.

Dass dies tatsächlich so ist, musste übrigens vor nicht allzu langer Zeit einer der ältesten Robo-Advisor beweisen, nämlich CASHBOARD.


Aufgrund eines Strategiewechsels, den der Anbieter nicht gewinnbringend umsetzen konnte, musste der Robo-Advisor im Mai 2017 einen Insolvenzantrag stellen.

Da ich CASHBOARD, wie auch alle anderen Robo-Advisor mit echtem Geld teste, kann ich bestätigen, dass sowohl die verwahrten Fondsanteile als auch Kontoeinlagen bei der Partnerbank von CASHBOARD, eBase, gut aufgehoben und auch jetzt noch entsprechend der gesetzlichen Anforderungen verwahrt werden.

Mein in den Robo-Advisor investiertes Kapital ist geschützt und darf nicht in die Insolvenzmasse von CASHBOARD fallen.

Robo-Advisor unterscheiden: Finanzanlagevermittler oder Vermögensverwalter?

Im Hinblick auf die Sicherheit gibt es ein interessantes Unterscheidungsmerkmal zwischen den am Markt tätigen Robo-Advisor, welches deren gesetzliche Einstufung betrifft. 

Aktuell gibt es zwei Sorten, nämlich:



Rechtlich betrachtet existieren also zwei unterschiedliche Formen von Robo-Advisor.

Solche Anbieter, die offiziell die Erlaubnis der BaFin besitzen, als Online-Vermögensverwalter aufzutreten, unterliegen im Anschluss an die Genehmigung strengeren Überwachungen und Kontrollen, als es bei reinen Finanzanlagenvermittlern der Fall ist. 

Demzufolge können diejenigen Robo-Advisor als noch etwas sicherer bezeichnet werden, die eine Komplettlösung als Vermögensverwalter anbieten, da schlichtweg eine strengere Kontrolle durch die BaFin erfolgt.

Sicherheit und Schutz deiner Daten bei einem Robo-Advisor

Sicherlich machst du dir bei einem Robo-Advisor nicht nur Gedanken darüber, ob dein Geld dort sicher ist, sondern dich wird ebenfalls interessieren, was eigentlich mit deinen Daten geschieht und ob diese vor unberechtigten Zugriffen geschützt sind

Daher möchten ich dich im folgenden Abschnitt zum Thema Sicherheit und Schutz deiner Daten informieren.

Grundsätzlich können wir an dieser Stelle schon einmal festhalten, dass alle Robo-Advisor auf modernste Verschlüsselungsverfahren setzen.

Sämtliche Anbieter, die du im Robo-Advisor-Vergleich findest, nutzen eine SSL-Verschlüsselung ihrer Webseite sowie der jeweiligen Plattform.


Des Weiteren gaben neun der zwölf befragten Robo-Advisor an, dass sich ihr Rechenzentrum in Deutschland befindet, was ich ebenfalls für einen weiteren Sicherheitsaspekt im Hinblick auf die Daten halte.

Lediglich drei Robo-Advisor machten dazu keine Angaben, ob sich das Rechenzentrum in Deutschland befindet oder nicht. 

Zwar besitzt aktuell lediglich growney ein Datenschutzzertifikat in Form eines TÜV-Zertifikates, aber auf der anderen Seite sehen ich das nicht als Mangel an, wenn die anderen Online-Vermögensverwaltungen kein derartiges Zertifikat besitzen. 

Dies bedeutet nämlich im Umkehrschluss keineswegs, dass ein unzureichender Datenschutz bestehen würde.

Zusammenfassend lässt sich zum Thema Sicherheit und Schutz der Daten festhalten: 


Du kannst dir sehr sicher sein, dass deine Daten bei einem Robo-Advisor bestmöglich mit den modernsten Systemen geschützt sind.

Mit welchem Anlagerisiko musst du rechnen?

Im Hinblick auf die Sicherheit bin ich bereits auf zwei wichtige Aspekte eingegangen, nämlich die Sicherheit deines investierten Geldes sowie die Datensicherheit, die bei den Robo-Advisor sehr hoch ist. 

Ein dritter Sicherheitsaspekt wird dich vermutlich ebenfalls interessieren, nämlich das Anlagerisiko, welches du mit einem Investment eingehst. 

Gemeint ist damit nicht das bereits erörterte Emittentenrisiko, sondern die Gefahr, dass dein investiertes Kapital nach einiger Zeit weniger wert ist. 


Grundsätzlich besteht diese Risiko natürlich immer, da die meisten Robo-Advisor mit Wertpapieren bzw. Fonds agieren. 

Die Fonds wiederum basieren zu einem großen Teil auf Indizes bzw. verschiedenen Aktien oder auch Rohstoffen, bei denen selbstverständlich auch einmal Kursverluste eintreten können. 

Auf der anderen Seite ist es allerdings ein elementarer Teil des Angebotes eines Robo-Advisor, dass du aufgrund eines individuellen Chance- und Risikoprofils die Möglichkeit hast, durch die Zuordnung des passenden Portfolios festzulegen, wie hoch das Anlagerisiko für dich sein darf.

Zu diesem Zweck stehen je nach Robo-Advisor zum Teil über die entsprechenden Indexfonds mehrere Zehntausend Einzelwerte zur Verfügung, die mit unterschiedlichen Risiken ausgestattet sind. 

Somit nehmen die Online-Vermögensverwalter eine klare Trennung nach Anlageformen und Instrumenten vor. 

Daher ist es fast immer möglich, das Anlagerisiko nicht nur zu bestimmten, sondern auf deinen Wunsch hin möglichst gering zu halten.


Zu diesem Zweck nutzen zahlreiche Online-Vermögensverwaltungen insbesondere wissenschaftliche Studien, die zu einem langfristigen Anlageerfolg führen sollen.


Ohnehin wird das Anlagerisiko für dich umso geringer, desto langfristiger du dein Kapital investierst

Dies trifft insbesondere auf Wertpapiere und Fonds zu, denn in der Vergangenheit gab es beispielsweise bei einem durchschnittlichen Anlagezeitraum von mindestens zehn Jahren kaum eine Periode, innerhalb derer Anlegern nennenswerte Verluste entstanden sind.

Somit ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass dein Anlagerisiko bei einem langfristigen Anlagehorizont relativ gering ist.

Fazit zur Robo-Advisor Sicherheit

Zwar ist die digitale Vermögensverwaltung ein relativ neues Konzept, aber dennoch lässt sich zusammenfassen, dass dein Geld in sicheren Händen ist, und zwar unabhängig vom gewählten Anbieter.

Der Robo-Advisor trifft zwar die Anlageentscheidung, hat aber niemals die Berechtigung, Zugriff auf dein Vermögen zu nehmen oder sich gar daran zu bereichern.


Dazu trägt unter anderem bei, dass die Wertpapiere von der jeweiligen Partnerbank getrennt vom Bankvermögen in einem Depot verwahrt werden.

Dies hat den großen Vorteil, dass dein Vermögen selbst im Fall einer Bankinsolvenz zu 100 Prozent als Sondervermögen abgesichert ist. 

Das Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist ferner aufgrund der gesetzlichen Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 Euro geschützt.

Zusätzlichen Schutz bietet das Referenzkontenmodell, welches dazu führt, dass keine Unbefugten Geld auf ein fremdes Konto umleiten können.


Stattdessen finden Auszahlungen deines Guthabens ausschließlich auf das von dir genannte Referenzkonto statt.

Einen hohen Datenschutz können Robo-Advisor ebenfalls gewährleisten, da sie modernste Verschlüsselungstechnologien nutzen.


Sämtliche vom Anbieter erhobene persönliche Daten werden im Rahmen des deutschen Datenschutzgesetzes streng vertraulich behandelt.

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